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Tag 6 - 05. September 2002 - Cape Tribulation

Gegen 8 Uhr, für unsere Verhältnisse recht spät, starteten wir zu einer geführten Seakajak Tour. Die Gruppe bestand aus knapp 10 Leuten und war absolut ihr Geld wert, gerade weil Robert das Glück hatte und mit einer jungen Australierin in einem Kajak saß. Glück war, dass ich nicht in diesem Kajak saß, denn sie wurde seekrank und die Dinge nahmen eben ihren Lauf. Zum Frühstück gab es Bananenkuchen und Kokosmilch (angeblich hatte unser Tourguide Geburtstag), während der Kajaktour unternahmen wir auch noch eine kleine geführte Tour durch die Ufervegetation. Gegen Mittag mußten wir jedoch leider Cape Tribulation verlassen - hier hätten wir ohne weiteres noch 2 Tage verbringen können, denn es gab eine ganze Menge zu sehen, bzw. zu erwandern. Die Natur war hier noch komplett unberührt und man sah, dass dies auch so bleiben sollte. Die Hütten in denen wir wohnten, waren voll und ganz in die Landschaft integriert und nicht auf Massentourismus ausgelegt. Der Strand war einer der schönsten, die wir in Australien sahen und irgendwie war die Welt hier noch in Ordnung.

Unsere Bustour zurück wurde durch die australische Version von Michael Schumacher bestimmt, denn ich habe selten gesehen, wie einen Bus VW Golf und 3er BMW überholt, doch auch dass sollte nicht das letzte Mal sein. Irgendwo las ich (Tempo 30, doch das Schild konnte mit Sicherheit keine Geschwindigkeitsbegrenzung darstellen). Der Rückweg führte an der Küste entlang, zum Mossman Gorge. Mossman Gorge liegt am südlichen Ende des Daintree Nationalparks und läd durch seine Pools direkt zum Baden ein. Dies war uns jedoch nicht gestattet, denn wir hatten nur 30 Minuten Aufenthalt. Das Ganze ist zu bestimmten Jahreszeiten auch nicht gerade ungefährlich, denn hier können sich solch immense Wassermassen durchschieben, die den Wasserstand innerhalb von wenigen Minuten um bis zu 3 Meter erhöhen können. Unter anderem sollen hier viele Schmetterlinge leben, z.B. der Herkulesfalter (australiens Größter), die wir jedoch nicht sahen.
Im Anschluss ging es nach Port Douglas. Port Douglas bietet die Bilderbuchferienidylle. Ein smaragdblaues Meer und goldene Sandstrände, dazu ein netter Fischerhafen mit grosszügig angelegtem Pier. Der Ort ist ausserdem Heimat vieler Künstler, die die ruhigere Atmosphäre im Vergleich zu Cairns zu schätzen wissen.
Nach Port Douglas, besichtigten wir noch eine CROC-Farm, in der man Krokodile in halbwegs natürlicher Umgebung aufwachsen läßt und sie am Ende ihrem Endnutzen als Handtasche etc. zukommen läßt.

Am Abend waren wir wieder in Cairns und fielen müde ins Bett!

=>Cairns

Bilder und Texte unterliegen dem Copyright
Markus Klein Februar 2006