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Tag 15
- 14. September 2002 - Katherine
Obwohl wir erst andere
Pläne hatten, entschlossen wir uns aufgrund der Verpflegungssituation
zuerst unsere geplante 2 Tage Wanderung zu machen.
So standen wir um 5:45 Uhr auf, packen mal wieder unsere 7 Sachen zusammen
und verließen den Campingplatz gegen 6 Uhr. Die Idee kam uns am
Tag zuvor und wir hielten es für wesentlich besser auf etwas Schlaf
zu verzichten, dafür aber der sengenden Mittagshitze zu entgehen.
Unser Permit für die Übernachtung holten wir am Abend zuvor
und so konnte der Sache nichts mehr im Wege stehen. Meiner Meinung nach
war der heutige Tag im Park einer der schönsten der ganzen Reise.
Wir erlebten den Sonnenaufgang gegen 6:40 Uhr einsam in den Hügeln
des Parks, dann kamen die Fliegen, falls ich es vergessen hatte, sowohl
im Kakadu, als auch im Nitmiluk sollte man sich daran gewöhnen Hauptattraktion
für knapp 100 Fliegen pro Person zu sein, die man Non Stop mit sich
herumschleppt. Doch von der Landschaft her war es unvergleichbar. Wir
frühstückten gegen 8 Uhr am Dunlop Swap, einer kleinen Pfütze
mit noch mehr Fliegen und setzen unseren Weg fort, durch verbrannte Steppe,
vorbei an blühenden Bäumen, Papageien, Wildeseln und Sittichen.
Schon bald war uns klar dass wir seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten
die einzigen waren die diesen Pfad entlang wanderten.
Um
11 Uhr erreichten wir nach knapp 17 km Fußmarsch unser Ziel, die
Eight George. Hier war nur noch schwimmen, relaxen und schlafen angesagt.
Die Ranger hatten eine Art Notfallkanu hier und so konnten wir auch
schon einmal das Kanufahren erproben. Wir paddelten innerhalb der beiden
angrenzenden Gorges herum und kehrten dann voller Entdeckerruhm zum
Lager zurück. Um 19:45 Uhr legte ich mein Buch beiseite und schlief
ein.
Interessant
an dem Nitmiluk Nationalpark ist, er wurde aufrund der Land-Rights-Gesetzen
an die traditionellen eingeborenen Eigentümer zurückgegeben.
Diese verpachten das Land nun an die Regierung und verwalten es gemeinsam
mit ihr. Im neu errichteten Visitor Centre kann man einen Film über
die Verwaltung des Parkes sehen. Was uns gut gefiel, war die Tatsache,
dass hier viele Aborigines arbeiteten, denn bisher sahen wir die ursprünglichen
Einwohner leider immer nur, abends und stark alkoholisiert. Das ist
jedoch ein Thema, auf das ich hier bewußt nicht eingehen möchte.
=>Katherine
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